Linpus? Wieso machen die Sowas?

Linpus?

Es hat einen recht durchdachten Desktop, der in vier Gruppen à 3 Symbole aufgeteilt ist. Das deckt die meist benutzte Software ab. Für weitere Software steht noch jeweils eine gesamte weitere Seite zur Verfügung. Das und das sehr schnelle Starten des Systems könnten doch so schön sein.

Wären da nicht ein paar Probleme...

Acer (oder Linpus hatten sich dafür entschieden einen sehr alten Firefox 2.0.0.4 vor zu installieren. Aktuell ist doch aber die 3.0.4 und die möchte ich dann auch haben. Linux als solches nennt doch die recht brauchbare Erfindung des Paketmanagers sein Eigen. Wieso aber gibt es in den Repositories dann so veraltete Software? Klar, es ist möglich den per Hand zu Installieren. Aber muß das denn sein?

Den vorinstallierten Messenger, der zwar auch auf der Libpurple basiert, aber dem dann doch noch ein paar Protokolle fehlen, habe ich gegen Pidgin getaucht. Auch der war nicht über die Repositories zu erhalten. SaGrLand hat geholfen.

Linpus läßt mich mehr frickeln als ich mag.

Die Programme ließen sich dann doch installieren. Als drittes im Bunde ist noch der EbookReader. Nun wollte ich doch aber gern noch aktuelle Verknüpfungen auf dem Bildschirm haben. Weder aus dem xfce Kontextmenü noch aus dem Thunar herraus geht das.
Zum Desktopicon anlegen ist das Editieren einer xml Datei notwendig.
xml ist ja gut und schön und durchaus auch verständlich. Aber wieso muß das denn sein?
/home/user/.config/xfce4/desktop/group-app.xml Enthält die entsprechenden Einträge.

Aber Vorsicht, das Ding ist widerspenstig. Manchmal trage ich etwas ein und etwas passiert. Manchmal passiert nichts. Manchmal ist das Icon nach dem nächsten Start wieder weg. Manchmal schon nach dem Anklicken. So doof bin ich, dachte ich, eigentlich nicht. Aber nach zwei Wochen ist es mir bisher nicht gelungen ein einziges Icon auf dem Desktop durch Anweisungen permanent zu verändern.
Der einzige Cheat bisher ist es in den Pixmaps das laufende Icon durch das Zielicon zu überschreiben. Aber das kann doch nicht der Weisheits letzter Schluss sein...

Bei den 15 Sekunden Startzeit schummelt Linpus ebenfalls. Den Firefox kann dann zwar starten, aber bis die erste Netzwerkverbindung steht, dauert es nochmal ~10 Sekunden. Soo überragend schnell ist es dann doch nicht.

Hin und wieder wurde mir schon der Ubuntu Remix empfohlen. Da hätte ich ein paar Probleme nicht. Dafür bestimmt aber andere. Wenn das nächste Mal das System einfach so kaputt ist, werde ich es vielleicht mal versuchen. Nur als das System letzten Freitag den Abgang machte, brauchte ich schnell ein vorzeigbares System und das war mit Linpus gegeben.

Linpus ist für des präferenzlosen Anwender eine akzeptable Möglichkeit. Aber wehe dem der etwas verändern und anpassen möchte...

PS: Es gibt da ja die automatischen Updates. Am ersten Tag hatte ich die automatischen Updates gestartet. Es dauerte ewig sie herunter zu laden. Ich ging in der Zwiscnzeit ins Bett. Als ich am Morgen aufwachte, war der Laptop aus. Die Energieeinstellungs-GUI enthält ein paar Einstellungen, aber um genau zu den hierfür relevanten Optionen zu kommen, mußte ich wieder eine config Datei editieren. Diese habe ich seit dem aber nicht mehr wieder gefunden.

Am zweiten Tag konnte ich die Updates dann abschließen. Allerdings führte das erfolgreiche Update dazu, das das Netzwerkcenter nicht mehr funktionierte und keinerlei Netzwerkverbindungen mehr möglich waren.
Nach stundenlangem Workaround suchen war dann eine Neuinstallation notwendig. Sowas muß doch nicht sein.

Fazit: Es ist ein akzeptabler Anfang, aber es würde weit besser gehen.

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