Betriebssysteme auf meinem Netbook

Mein AAO A110L ist schon ein nettes Teil. Es paßt in meine (große) Jackentasche, ist zum schreiben gut geeignet und ist durch das Atominterieur und die SSD im allgemeinen absolut lautlos.
Allerdings gibt es manchmal Probleme und so waren Veränderungen notwendig.

Linpus

Bisher war das originale Linpus Linux drauf, das mit vielen Abänderungen irgendwo meinem Geschmack nahe akzeptabel war. Es war nicht schön, aber es war zu bedienen und es war innerhalb kurzer Zeit aus dem Standby geholt. Es schien zu funktionieren.

Doch gibt es da den Firefox. Beim Surfen friert der 1-2 Sekunden nach dem Betreten seiner Seite für 1-10 Sekunden ein. Und das ist sehr sehr lästig. Lesen in einem Forum wird damit lästig. Der Grund dafür war Festplattenaktivität, deren Dauer ich hier auf schlechte Programmierung von irgendwem schob.

Dann ist da die Tatsache das Linpus auf Fedora 8 basiert, aktuell aber Fedora 10 ist, und damit in den Repositorys keine aktuelle Software zu finden ist.

Updates funktionieren auch nicht. Nachdem das Gerät letzte mal das mehrere Stunden dauernde Procedere des (sehr schlecht gemachten) Updateprozesses durchmachte, funktionierte der Netzwerkmanager nicht mehr. Für ein Netbook ohne optische Laufwerke ist das so ziemlich der Tod.

Es gab also mehrere Gründe zu einem Wechsel. Einen Anlass in Form einer Nachfrage, ob auf dem Netbook noch "dieses komische Linux" sei, gab es auch.

Was für Alternativen gibt es? Da wäre das Ubuntu, aber das ist nun doch nun so nah mit dem anderen verwandt, das sich da kaum ein Unterschied geben würde. Für ein WinXP habe ich keine Lizenz hier, und alt ist das mitlerweile ebenso. Aber nun schwirrte hier eine beta von Windows 7 herum und wollte irgendwann mal getestet werden.

Windows 7

Microsoft sagt das die Vorraussetzungen nicht so hoch wie bei Vista seien, man empfehle mindestens 16gb Festplatte und 1gb Ram. So viel ist das nun wirklich nicht. Nur hat das A110L nur 8gb Festplatte und 512mb Ram. Aber man kann es ja mal versuchen...

Nach eingem Gefrickel hatte ich ein bootbares Medium. Alle schwärmten von kurzen Installationszeiten über usb-sticks. Ich hatte eine schnelle externe Festplatte und es dauerte ewig. Statt der im Netz besagten 40min dauerte es 150min.

Nach dem Installieren waren von den 8gb noch 800mb übrig. Das A110l hat 2 Cardreader. In einem habe ich eine schnelle 16gb SD Karte stecken. Windows ist aber nicht davon zu überzeugen, dort die Auslagerungsdatei, das Hibernatefile oder auch nur die Nutzerprofile abzulegen. Damit wäre bei mehr als 512mb Ram wirklich kein Platz mehr, wenn das Hibernatefile größer wird.

Auch danach war es langsam. Das lag aber nicht am Prozessor, der langweilte sich förmlich. Diese SSD ist saumäßig langsam. Bei Festplatten sind Geschwindigkeiten von 45-60mb/sek zum lesen und 30-50mb/sek zum Schreiben üblich. Die SSD schwankt beim lesen von 5-30mb/sek und beim schreiben kommt sie nie über 6mb/sek, aber meist sehr weit darunter.

Die Langsamkeit des Seins erklärte dann auch das Ruckeln des Firefoxes und warum es auf anderen Computern nicht auftritt. Wenn der für die Awesomebar neue Einträge in seine Datenbestände anlegt, dauert das einfach eine Weile.

Windows 7 finde ich aufgeräumt, finde ich chic, sehe positive Neuerungen und die Möglichkeiten es an meinen Geschmack anzupassen.

Aber solange diese SSD im dem Gerät ist, ist es unbenutzbar.

So lange diese SSD in dem Gerät steckt, ruckelt der Firefox auch woanders und andere schreibintensive Applikationen sind auch nervenaufreibend.

Gestern Nacht habe ich dann Frickelutensilien gekauft. Eine schnelle 16gb CF Karte und einen Zif-CF Adapter. Was dabei heraus kommen wird, erzähle ich wenn es soweit ist. Aber erstmal brauche ich eine Zwischenlösung mit der das Gerät wieder Nutzbar ist.

...

Ich hatte von dem Linpus ein Image gemacht. Das ließ sich aber nicht so leicht zurückspielen. Windows hatte etwas am MBR gemacht. Das Image enthielt dann auch nur die Linpuspartition, nicht aber die Position des Swapfiles, und erst ein Recovery mit dem Recoverysystem von Acer zu machen scheiterte daran, das beim Erstellen des bootbaren USB Sticks von der bootbaren CD von dem Iso von der Webseite.... ein Systemfehler auftrat und der Stick doch nicht booten wollte.

Was gab es da noch für Möglichkeiten?

Easy Peasy

Easy Peasy ist ein Ubuntu Netbook Remix, von dem ich nicht weiß, was der Unterschied ist, außer das sie ein 1.0 dran schreiben und kein 0.x.
Also lud ich es runter, installierte es per unetbootin, mußte grinsen, als es mich aufforderte den Laptop neu zu starten, dabei wollte ich es doch auf dem anderen installieren und tat das dann auch.

Dieses Ubuntu startete von dem USB Stick, installierte sich dann problemlos auf der Platte. Wie es aussieht erkannte es die Hardware. Nachdem ich die Lüftersteuerung installierte, war es dann auch still.

Allerdings wollte es sich bei jedem Start erneut installieren. Es wollte die Partition verkleinern und sich selbst nochmal neben sich selbst legen. Das Löschen der ubiquity.desktop Datei unter /etc/xdg/autostart/ubiquity.desktop löste dieses Problem.

Dann war da aber noch das eigentliche Ubuntu...

Die Softwarearchitekten hatten eindeutig einen anderen Geschmack als ich. Jegliche Fenster öffnen sich sofern möglich im Vollbildmodus. Und das läst sich nirgends abstellen. Solcherlei Bevormundung in der Benutzung einer Oberfläche hasse ich wie die Pest. Wozu gebe ich meinem Browser variable Breiten mit, wenn ich das Browserfenster nicht verändern kann? Wie soll ich dann rechts im Pidgin sehen ob jemand online kommt, wenn es kein rechts dahinter gibt? Pidgin habe ich noch gar nicht ausprobiert. Ich will mehrere Chatfenster auf einem Desktop haben.

Easy Peasy mag ich einfach nicht. Es läuft flüssig. Es ist halbwegs Konsistent in seiner Oberfläche. Nur manche Einstellungsfenster sind höher als der Desktop und zeigen keine Ok-Buttons an. Aber ich mag die Philosophie hinter dem Konzept nicht. Sorry.

Bis zum Montag wird es wohl bleiben. Länger...bestimmt nicht.

Was nun?

Ja, was nun. Linpus kenn ich, und mag es nicht so recht. Ubuntu kenn ich nun auch, mag es noch viel weniger. Windows7 ist nett, mal sehen wie es dann läuft. Aber es ist nun auch erst eine Beta. WinXP... ist nur wenig älter als win2000.

Was habt ihr für Vorschläge? Welchen Desktopmanager sollte ich für Ubuntu ausprobieren? Oder was gibt es noch für Möglichkeiten?

Kommentare

Was nun...

Hast du mal da geschaut?
http://www.ubuntu-eee.com/wiki/index.php5?title=How_to_use_Regular_Desktop_mode_instead_of_the_Netbook_Interface_mode
"Regular Desktop Mode" klingt doch recht nett, oder?

Und wenn das Easy Peasy ein "normales" Ubuntu ist, kann man doch beliebige Desktopmanager installieren?
Probiere mal xfce (statt gnome), der ist schlank und hat eigentlich alles wesentliche.

Grüße

PS: die Kommentarvorschau ist mist: hellgrau auf weiß kann doch keiner lesen.

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