Grüße aus Prag

Grüße aus Prag

Gerade jetzt sitze ich auf einer der Stufen des Hracin, des Prager Burgbergs und einem der Brennpunkte des Tourismus. Es ist Ostersonntag, der 12.04.2009, 15:20 und vor 30 Stunden wußte ich noch nichts von dieser Fahrt.

Eine Freundin rief gestern morgen an. Sie wohnt momentan in Österreich, sonst in Spanien, auch mal in Rumänien und kommt eigentlich aus Halle in Sachsen Anhalt. Gerade war sie in Dresden und lud mich für heute morgen zum Frühstück ein. Ihr Zug nach Wien würde aber schon drei Stunden später fahren, viel Zeit zum reden blieb damit nicht. Ihr Zug nach Wien fährt durch Prag und diese Stadt wollte ich schon immer mal sehen. Also recherchierte ich etwas. http://www.myczechrepublic.com war da wirklich hilfreich.
Die Fahrt von Dresden aus kostet 25€, Übernachtungen sollte es für 15€ geben, und morgen habe ich frei. Das sind gute Vorraussetzungen um mal weg zu fahren. Zwei Stunden fahrt in guter Begleitung waren inklusive.

11:10 verließ der EC von Berlin nach Wien Südbahnhof den Dresdner Hauptbahnhof. 13:18 erreichten wir Prag Holešovice.

Ein 24 Stunden Ticket für die Metro und die Straßenbahn kostet 100Kc, ungefähr 3,70€. Hier gibt es noch Tschechische Kronen, auf den Euro muß man wohl noch bis 2012 warten.

Im Bahnhofsgebäude gibt es, nach den 3 Geldwechselschaltern auch einen seriöseren Geldautomat.

Die U-Bahnen fahren oft und schnell. Es gibt 3 Linien, rot, gelb und grün. Die rote Linie brachte mich zur Haltestelle Muzeum. Hier bekommt man in der Touriinfo eine kleine und praktische Stadtkarte.

(Nachtrag vom Abend. Gleich hier sollte man sich günstige Hostels einzeichnen lassen. Die Karte zeigt zwar allerhand H für Hotels. Aber deren Namen aber alle so teuer klingen...)

Aus den Tunneln entstiegen erwartete mich eine Prachtstraße und das Nationalmuseum. Der Hinweis für den Auftragsgeocache hieß "In der Hand des bärtigen Mannes". Er war leicht zu finden. Leider rennen dort so viele Touristen herum, das ich nicht hoch griff und ihn nicht der Öffentlichkeit präsentierte.

Wieder rein in die Metro fuhr ich mit der grünen Linie bis zur Haltestelle Hradcanska und meine Füße hierher auf den Hradcin zu den Abertausenden anderen Touristen.

Die Stadt ist nett. Polizisten flirteten mit einer Süßigkeitenverkäuferin. Es geht recht ruhig zu. Es ist aber eindeutig nicht Deutschland. Ein drittel aller Rolltreppen sind defekt (oder zumindest deaktiviert). Zwischen den wenigen aktuellen Straßenbahnen fahren noch einige Tatrawagen russischer Produktion. Hier eben standen zwei Polizisten eng mit einem schmierigen Typen zusammen, bedrängten ihn. Dann wechselte etwas die Hände, und beide Seiten trennten sich lächelnd.

Unter den Touristen höre ich überraschend viel Französisch. Aber vielleicht fällt mir das Englische nur nicht auf und die slavischen Sprachen kann ich nicht weiter unterscheiden. Canon stellt eindeutig die Mehrheit der großen Kameras.

Um in den Dom zu kommen müßte ich mich an eine lange Schlange anstellen. Dazu habe ich gerade so gar keine Lust. Vielleicht ist es morgen leerer. Vielleicht bin ich morgen wieder hier. Solange kann ich noch Fotos von Gargoyls und Drachentötern machen.
Gab es nicht auch eine Drachenstory für Prag? Oder war die woanders? Hier habe ich vergessen zu recherchieren.

Die Polizeisirenen haben eine andere Melodie als zuhause. Es klingt bei weitem nicht so drängend und hektisch, ist dafür aber noch weiter zu hören. Besser ist das so auch nicht.

Grüße aus Prag
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Kommentare

Schöner Bericht!

Gefällt mir, der Bericht, nett geschrieben. Macht Lust auf rumreisen...

URL mit Umlauten und ß???

Pass mal deine Pathauto Settings an, damit er Umlaute und ß beim Erstellen des URL Alias richtig ersetzt.

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