Wir sind Schmetterlinge auf den Brücken der Realität.

Wir sind Schmetterlinge auf den Brücken der Realität.

Kommentare

fahsteh

ich nich... Wie findste denn den?

Und?

Und?

Och, der Spruch ist

Och, der Spruch ist Humbug.

An den Schmetterlingseffekt mußte ich denken, und in meiner Erinnerung hat der einem Schmetterling auf einer Brücke (in San Francisco?) zu tun, der in Asien ein Unwetter auslöst zum Symbol. Jetzt, beim nachlesen wohnt dieser Schmetterling allerdings irgendwo unbestimmt in Brasilien und sorgt für einen Orkan über Texas...möglicherweise.

Vorhersagbar ist es nicht. Nachprüfbar ist es auch nicht so recht, ob er es war. Der Schmetterlingseffekt hat zum Inhalt, das kleine Unterschiede in den Ausgangswerten große Auswirkungen im Laufe der Zeit haben.

In meinem Spruch zielte ich darauf ab, das wir zwar jeweils nur ein Mensch unter 6-7 Milliarden anderen Menschen, und unter noch wesentlich mehr anderen Lebewesen sind und doch hat jede unserer Handlungen, auch wenn es einfach nur "nichts tun" ist, eine Auswirkung auf das System.

Wozu dieses Handeln führt, läßt sich maximal kurzfristig approximieren, ist aber langfristig nicht abzusehen.

Wir können, zum guten wie zum schlechten, auch Auslöser oder Mitläufer in einem Schneeballeffekt, einem Trend sein.

Mit etwas freiem Willen, Bewusstsein und einem Ziel, können wir damit möglicherweise, wenn die Zufälle auf unserer Seite sind, Großes und Unwahrscheinliches erreichen.

Versuchen wir es aber gar nicht erst, sinkt die Wahrscheinlichkeit, das das gewünschte Ergebnis eintritt. (Das postuliere ich hier einfach mal so, auch wenn ich mir nicht ganz sicher sein kann.)




Es kann aber auch das Nichtstun das Ziel sein. Dann ist gar kein Aktionismus mehr notwendig. Dann hilft nur noch Bölls Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral.

Freier Wille?

Kleine Ursachen haben unbestritten manchmal große Auswirkungen, sonst gäbe es vermutlich keine - aber was ist freier Wille?

Klar gibts den

Was ist freier Wille?

Genau das was es impliziert; die Möglichkeit zur selbstständigen Entscheidung.

Deine zweifelnde Frage spielt bestimmt auf die Sache mit dem Bereitschaftspotential an, darauf, das das Gehirn schon aktiv ist, bevor im Bewußtsein ein Wunsch auf Handlung auftritt.

Beides widerspricht sich doch gar nicht. Das Bewußtsein ist nur der verbalisierteste Teil von uns. Panische Handlungen kommen ganz ohne bewußte Auslöser aus. Dort hat das limbische System das Sagen.

In kurzfristigen Handlungen wie dem Steuern eines Fahrrads denke ich nicht über die Kleinigkeiten nach, und schaffe es dennoch auf dem Rad zu bleiben.

Langfristig, in ruhigen Momenten, kann ich aber dennoch logisch und strukturiert denken. Dort kann ich abwägen welchen Weg ich wählen werde.

Sollten manche Optionen in meiner Überlegung schon früher mal in ähnlicher Weise vorgekommen sein, meldet sich ein diffuses Gefühl dazu. Die einen nennen es Intuition. Für mich ist es die Wirkung des limbischen Systems, das sich nicht mit einer klaren in Worten gefaßten Aussage offenbart, sondern eben in dieser basaleren Form. Bin ich nicht durch frühere Erlebnisse vorgeprägt, kann ich klar und vorbehaltslos denken.

Beide Systeme haben ihr Anwendungsgebiet und ihre Vorzüge. Das eine gibt mir ein Ziel für das Fahrradfahren. Das andere ermöglicht es mir auch wirklich anzukommen.

Und den freien Willen gibt es doch.

Der freie Wille des Fahrrads

Wie entsteht eine langfristige Entscheidung in ruhigen Momenten?

Jede mögliche Entscheidung hat Konsequenzen, die wir (bewusst?) abwägen und mit unserem moralischen Weltbild in Einklang zu bringen versuchen. Das Weltbild entsteht durch Dinge wie Prägung, Grundsätze, Charaktereigenschaften, Umwelt und sicher noch andere Faktoren. Davon werden uns einige anerzogen oder möglicherweise auch vererbt oder anderweitig mitgegeben. Welche können wir davon selbst beeinflussen? Auf welcher Grundlage beeinflussen wir sie in welche Richtung?

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