Es sollte Digitalkameras mit Gestenerkennung geben.

Vordergrund

Mit einem Finger tippe ich auf das Display um das Ziels zu fokussieren.

Verschiebe ich 2 Finger in der vertikalen ändere ich die Brennweite, verschiebe ich sie horizontal, ändere ich die Belichtung (Über-/Unterbelichtung)
Für die meisten Benutzer sollte dieser Funktionsumfang ausreichen.

Tippe ich mit dem Zeigefinger zum fokussieren auf mein Motiv, sollte ich dann mit einem Streichen des Mittelfingers über das Display die Schärfentiefe beeinflussen können. Klassisch ändert das die Blende. Etwas neuer gibt es auch einen anderen Ansatz.

Streiche ich mit 3 Fingern über das Display verändere ich vertikal die Belichtungszeit und horizontal die Empfindlichkeit. Beides sind Werte, die eine gute Automatik selbst wählen könnten sollte, sobald ich ihr in einem Menü die erlaubten Extremwerte vorgebe.

Was fehlt noch? Durch einen 2-Finger-Klick könnte ich das Menü aufrufen.

Ein seperater Auslöser ist ganz nett. Ein Doppelklick mit einem Finger sollte es aber auch tun.

Hintergrund

Gesten?

Mausgesten gibt es schon lange. Seit dem Iphone sind sie auch soweit bekannt. Es gibt Kompaktdigitalkameras, deren Rückseite fast vollständig aus einem Display besteht. Sie ließen sich so einfach bedienen. Mit jedem eingesparten Knopf verschwindet ein Kostenfaktor und ein Teil, das kaputt gehen kann. Wasser- und staubdichte Kameras wären leichter und billiger zu realisieren.

Durch Gesten werden Bewegungsmuster des/der Cursor erkannt der ihnen zugeordnete Befehl ausgeführt. Es bedarf eines Vorgangs zum Auslösen der Geste, gefolgt von einer oder mehreren erkennbaren Bewegungen.
Bei Mäusen blieb dann meist ein Klick mit der rechten Maustaste und dann eine oder mehrere Bewegungen übrig.

Einfache Gesten

Die 4 Grundrichtungen hat man sofort zur Verfügung.

Die zusätzliche Verwendung der 4 Diagonalen ist bei Mäusen fehleranfälliger, aber noch praktikabel. Auf Touchpads ist die Cursorbewegung aber nicht relativ zur Hand, sondern relativ zum Pad. Damit sind die Richtungen für kurze Bewegungen nicht mehr so genau. Glücklicherweise gibt es Alternativen.

Zusammengesetzte Gesten

Statt nur eine Bewegung auszuwerten, kann ich auch komplexere Gesten vereinbaren. Bewege ich z.B. mit gedrückter rechter Maustaste die Maus erst nach rechts, dann nach oben, wechsle ich in den nächsten Tab, bewege ich sie erst nach links, dann nach oben, wechsle ich in den vorherigen Tab.
Zu den 4 Gesten in der ersten Stufe kommen weitere 16 in der zweiten. Mehr Stufen sind möglich, aber für mich unpraktikabel, zumal nur wenige Optionen so oft notwendig sind.

Mehrfingergesten

In Zeiten der Touchpads- und screens, die mehrere Finger verfolgen können, kann man die Bewegungsmuster einfach gestalten. Je nach Umgebung sind unterschiedliche Konzepte praktisch.

Tippen vs. Streichen

Tippe ich mit einem Finger auf das Touchpad, löse ich die gleiche Aktion wie die linke Maustaste aus. Tippe ich mit 2 Fingern, will ich die rechte Maustaste auslösen. Mit drei Fingern könnte ich auch für die mittlere Maustaste tippen. Hier hat es sich aber bewährt 2 Finger zeitlich kurz versetzt zu tippen und so eine 1+1 Aktion zu vollführen.

Mit einem Zweifingerklick und einer Bewegung danach könnte ich eine Geste auslösen. Für ein komplexes System wie einen Browser ist das praktisch. Für eine Digitalkamera wäre das übertrieben. Es soll ja auch schnell gehen.

Beim Streichen lass ich das vorherige Tippen weg. Eine parallele Bewegung mit 2 Fingern nach oben und unten führt bei mir zum Scrollen gleich der Mausradbewegung. Mit zwei Fingern horizontal möchte ich zurück und vorwärts navigieren. Mit 1+1 oder 3 Fingern den Tab wechseln.

Wie ich das ganze in Digitalkameras einbaue, steht oben.
Wer Glück hat und ein Beitzer eines halbwegs aktuellen Laptops mit einem Touchpad von Synaptics ist, kann Two-Finger-Scroll probieren. Es läuft auf erstaunlich vielen Geräten. Noch fehlen mir ein paar Optionen, aber die vorhandenen sind sehr praktisch.
Opera hat Mausgesten schon eingebaut, sie sind aber nicht so gut konfigurierbar.
Mausgesten für den Firefox gibt es über Erweiterungen wie All-in-One Gestures oder Fire Gestures.

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