Winter

Kriesengebiet Dresden Neustadt

Gerade komme ich von einem Familientreffen im Westen von Dresden zurück. Mit dem Fahrrad durch den Winter zu fahren ist schon aufregend. Auf der Straße sind die blinden Autofahrer. Auf dem Radweg türmen sich Gebirge von Eis und Schnee, Reste des Winterdiensts. Die Fußwege dagegen sind mit einer Schicht festgetretenen Schnees überzogen, der sich dann nach einer halben Runde am Hinterrad wagemutig von oben in meine Schuhe stürzt.

Am Bahnhof Mitte sah ich dann die ersten Polizeiautos. Die Marienbrücke war abgesperrt. Gut, ich habe ein Fahrrad und fahre einfach mal weiter. Ja, erinnere ich mich, da war etwas angekündigt. Es gab ja irgendwelche Demos und angekündigte Straßenschlachten.

Auf der Neustädter Seite begannen dann meine Augen größer zu werden. Es war als gäbe es in Dresden nur noch Kleintransporter der Polizei. Die Antonstraße zwischen Leipziger Straße und Bahnhof Neustadt war zweispurig zugeparkt. Der Bahnhofsvorplatz war gut umstellt. Die Straße Richtung Albertplatz war ebenso ein Parksplatz der Polizei, wie auch die Hansastraße und die Lößnitzstraße. Dort wählte ich eine kleine, etwas leerere Straße Richtung Königsbrücker Straße. Dort fuhren die Polizeikleinbusse dann. Hin und wieder war etwas größerer Bus dazwischen, diese mit den vergitterten Scheiben. Es gab aber auch Reisebusse der Polizei.  Meine grobe Schätzung liegt bei 250 Transportern, an denen ich vorbei gefahren bin.
Überall standen Grüppchen und Meuten von Polizisten in verschiedenen Graden von Panzerungen.

Über dem Alberplatz schwebte permanent ein Hubschrauber, der mit einem sehr lauten Knattern seine Position hielt und diese auch allen Zuschauern kund tat. Drohnen sind sicherlich nützlich und preiswert, aber  nicht so aktiv einschüchternd.

Als ich durch die Neustadt fuhr waren zwar einige Leute unterwegs, Familien mit Kindern, Pärchen, junge Leute. Alle samt sahen sie harmlos aus.

Was soll das hier, fragte ich mich. Wo sind die Gegner? Wieso soo viel Polizei.

Zuhause las ich dann einen Telepolisartikel zum Thema, der dann aber nicht sonderlich aktuell war. Die sächsische Zeitung hatte interessantere Informationen.

Tagsüber sollten am Bahnhof Neustadt 8000 rechtsextreme Menschen landen. 5000 wurden es dann. Diese wiederrum fanden den Bahnhofsvorplatz von einer Wagenburg der Polizei eingekesselt vor. ie hatten ihre Demo angekündigt, sie wurde von einem Gericht bewilligt, aber sie durften nicht loslaufen.  Rund um den Albertplatz hatten sich um die 5000 Leute versammelt um die Wege zu blockieren. Die Polizei sah sich nicht im Stande diese Blockade aufzulösen. Damit würden sie die Sicherheit während eines Marsches nicht garantieren können und ließen den Marsch nicht starten. Sehr amüsant. Bis 17:00 war der Umzug genehmigt. Die Zeit lief ab. Gegen fünf wurden die rechten Demonstranten dann aufgefordert doch wieder in die Züge zu steigen und abzufahren. Nicht weit entfernt, in Klotzsche standen ihre Busse. Sie taten es dann notgedrungen auch. So verlief der Tag, bis auf ein kleines Scharmützel an der Schauburg völlig ruhig.

Als ich 18:30 dort lang fuhr, war schon "nichts mehr" los.

Immernoch Schnee
Immernoch Schnee

Der letzte Artikel hier im blog handelte vom Schnee. Heute, 2 Wochen später, ist da draußen schon wieder und immer noch dieses weiße Zeug.

Zwischendurch gab es einige Veränderungen. Nebenbei setzte hier ein Großteil der Technik aus. Wer Hintergründe wissen möchte, kann ja mal anrufen.

Nun geht soweit wieder alles, wenn auch alles anders als vorher.

Ein neuer Job, ein neuer Laptop, mehrere neue Betriebssysteme auf dem Netbook sind nur 3 Teile. Letzteres wird im nächsten Blogeintrag beschrieben.

Mir reicht es. Ich will Sommer!

Da denkt man, nun ist das Gröbste vorbei. Der Schnee ist geschmolzen und auch im schattigen Innenhof ist von dem Eis vor dem Fahrradkellereingang nicht mehr viel übrig.

Und dann das! Es schneit wieder...

Gut, die Temperaturen sind heute nur wenig unter Null und auch in den letzten Wintern gab es nach Weihnachten einen Kälteeinbruch und im Januar ein paar Tage milde Temperaturen um dann im Februar noch mal so richtig kalt zu werden.

Aber wieso muß das immer wieder sein? Es war schon richtig richtig kalt.
Mir reicht es. Ich will Sommer!

Winter an der Prießnitz

Es ist Sonnabend Mittag. Nach Tagen steifen Frots weit unter -10°C scheint heute die Sonne und der Schnee beginnt zu tauen. Ich weiß auch nicht wie es kommt, aber seit ich hier wohne, bin ich es, der hier am Sonnabend morgen zum Bäcker geht und Brötchen kauft, ich, der doch auch mit Müsli glücklich wäre...
Gut sah es aus da draußen. Die Prießnitz ist seit ein paar Tagen zugefroren. Heute sind Familien mit Kindern auf dem Eis unterwegs.

Schlitten fahren auf dem ersten Schnee

Letzte Nacht fiel auch hier der erste Schnee. Erst sparsam und dünn. Über Nacht wurde es dann doch noch um einiges mehr. Als ich heute morgen aus meinen seltsamen Träumen einer Diskussionsrunde über ein AT-Feld aufwachte, lagen draußen 10 cm von diesem weißen Zeug.

Zum Bäcker wollte ich auch noch und der notwendige Gang ins Bad ließ mich aufstehen.
Im Alaunpark tummelten sich die Familien und bauten Schneewesen zu hauf. Am Hügel dahinter fuhen die Kleinkinder mit dem Schlitten die Wiese runter, auf der am morgen noch Schnee gelegen hatte. Damit hat das Winterhalbjahr nun wohl entgültig begonnen.

Inhalt abgleichen