Matthias Hermsdorf postete am 2018-09-04 11:43 in Aquarium, gefrickel
Das Projekt Aquariumbeleuchtung ist jetzt fertig

Ich hatte in der 2. Version der Aquariumbeleuchtung ein LED neupixel RGB Streifen an den Aquariumdeckel geklebt. Es war doppelseitigen Klebeband mitgeliefert und es hielt leidlich. An den Enden habe ich mit Gewebeklebeband nachgeholfen. Aber es ist RGB Licht und das hat ein für diesen Zweck ganz schlimmes Spektrum. Ich könnte den roten Stein leuchten lassen oder das ganze Aquarium in ein blaues Licht tauchen. Aber die Pflanzen sahen immer blass aus. Es war einfach nicht schön anzusehen. Und ich musste die alte Lampe immer noch zusätzlich leuchten lassen damit es akzeptabel hell war. 25W statt 6W und immer noch nicht schön.

In Version 3 der Beleuchtung habe ich einen 12V IP68 Led Schlauch abgeklebt. Er verspricht 1800lm bei 15W und einen >90 Farbechtigkeitsindex. Ich habe 1,8m in 4 Streifen mit dem mitgelieferten Klebeband in den Deckel geklebt. Gewebeklebeband hat nicht geholfen und ich habe es zusätzlich mit Heißkleber fixiert. Nach einer halben Stunde leuchten war der Schlauch dann heiß genug geworden und Teile der Konstruktion fielen uns Aquarium. IP68 heißt dass der Schlauch wasserdicht ist. Die Fische hat es nicht weiter gestört. Mich schon.

Ich habe die LEDs dann mit Sekundenkleber festgeklebt. Es wird dann wohl die letzte Variante sein.

Die Steuerung auf dem Arduino habe ich in verschieden modifiziert. Statt der Neopixel Steuerung wird die Helligkeit jetzt per PWM gesteuert. Das funktioniert jetzt auch mit 1024 Stufen statt nur 256. Damit sind die Übergänge weicher. Zum anderen nutze ich für die Helligkeitsberechnung nicht mehr Sinuskurven sondern ein Array mit 24 Stundeneinträge und lineare Übergänge dazwischen. Damit kann ich die Dämmerungsphasen besser definieren. Vielleicht kommt das Sketch dann zu GitHub.


Matthias Hermsdorf postete am 2018-09-04 08:41 in Berlin, Blumen, Fotografie
Eine Seerose im Volkspark am Weinberg

Ich bin gerade im Volkspark am Weinberg.

Wenn man es schafft dem permanenten Verkehrs- und Baulärm auszublenden und sich nur auf den Teich konzentriert, kann man es hier regelrecht als ruhig empfinden. Dann kann man Seerosen betrachten, die im Gleichklang mit Bierflaschen im Teich treiben.


Matthias Hermsdorf postete am 2018-09-04 07:53 in Berlin, Nacht
Grüße aus Berlin

Matthias Hermsdorf postete am 2018-08-10 06:55 in gefrickel, Licht
unser Aquarium

Unsere ist dunkel und nur in der Mitte. An den Seiten wachsen die Pflanzen kaum. Es gibt eine analoge Zeitschaltuhr die es an und aus knipst.

Das geht so nicht. Ich habe gelesen was es für vielfältige Optionen gibt. Je mehr das Produkt ein fertig kaufbares ist, desto weniger macht es das was ich will. Und so kommt in den nächsten Tagen wasserdichtes Neopixel Lichterband mit 60Leds. Ich kann mit einem Arduino Microcontroller die Beleuchtung programmieren. Prinzipiell jede LED einzeln und in allen Farben. Aber Discolicht muss es nicht sein.

Binär ist auch nicht so schön. Es eine Morgen- und Abenddämmerung wäre nett. Die könnte einen linearen Helligkeitsverlauf haben. Schöner ist aber ein halbes Sinus am zur Dämmerung.

Es gibt auch B-Splines, das sind abgerundete Kurven durch definiere Punkte. Manche machen Mittag etwas weniger Licht damit es am Abend länger scheinen kann, aber die Algen nicht übermäßig wachsen.

Oder naturnah könnte ich den Sinus über den ganzen Tag ziehen. Die Erde macht es ja auch so.

Wie lang mache ich die Dämmung... Gott zu sein zieht einige notwendige Entscheidungen nach sich.


Matthias Hermsdorf postete am 2018-07-28 20:12 in Himmel, Nacht
ein kitschiger Sonnenuntergang

Das war letzte Woche in der Nähe von Rothenburg / Lausitz


Matthias Hermsdorf postete am 2018-07-27 22:35 in Himmel, Weltraum
Mondfinsternis und der Mars

Heute waren alle Sichtbaren sichtbar. Venus, Erde, Mondfinsternis, Jupiter, Saturn und die ISS.

Wir waren auf Mount Müll im Norden von Dresden. Und mit uns waren dort 1000 andere. Das war für mich eigentlich das Beste. Das Spektakel hat die Leute heraus gelockt.

Unterhalb des Mondes ist hier der Mars zu sehen.


Matthias Hermsdorf postete am 2018-06-03 22:56 in Beobachtungen, gefrickel, Spielzeug
Druckerzeugnisse des Tages

Heute morgen spielte mein Kind mit der Holzeisenbahn. Sie benötigte ein weiteres Brückenteil. Meine Frau meinte, dass das doch was für den 3D Drucker wäre.

Recht hat sie und damit hatte ich einen Auftrag für den Tag. Jetzt ist es später Abend und die Ausbeute ist gering.

Als erstes schaute ich zu Thingiverse und fand das hier. Mein Drucker hat einen kleinen Bauraum von 10x10x10cm. Für die meisten Sachen reicht es und für Größere gibt es den Makerspace an der SLUB. Die Teile für die Anfangssteigung waren zu zweit in einem Modell enthalten. Der Druck dauerte 2,5 Stunden und zum Mittagessen hatte ich die ersten Teile. Das Ende der Steigung sah so voluminös aus. Ich habe Blender geöffnet und eine Weile herumgestümpert und es nach halben Stunde ratlos geschlossen. Dieses Programm ist vielleicht mächtig in seinen Funktionen. Aber die Benutzbarkeit ist unterirdisch schlecht. Ich hatte ein Loch in das Modell bekommen, musste Polygone reparieren und hatte am Ende ein scharfkantiges Gebilde, das ich so nicht haben wollte.

Den ersten Druck hatte ich mit 0,2mm gedruckt. Das ist der Standardwert des Druckers. Es sieht grob aus und er schafft auch 0,1mm. Die bessere Qualität bezahlt man mit der doppelten Druckzeit. Für den anderen Baustein, den ich auch in 2 Konfigurationen brauchen würde, prognostizierte der Repetierhost mehr als 5 Stunden Druckzeit. Das fand ich dann doch sehr lang. Mit 0,3mm würde es nur 2,5h dauern. Also probierte ich das. Ich hatte ja Zeit. Mein Kind war schon lange zum nächsten Spielzeug übergegangen und bis zur nächsten Eisenbahnfahrt würde es eine Weile dauern.

Das Ergebnis des 0,3mm Druck war schlecht. Die Ebenen lagen nicht immer übereinander. An detailreicheren Stellen hing Stroh heraus. Wahrscheinlich ließe sich das mit ein paar Änderungen in den hundert Parametern optimieren. So war es nicht kinderzimmergeeignet. Aber das ist ein Thermoplast und so habe ich mit einem Feuerzeug die Oberfläche gleichmäßig erhitzt und die Bahnen weich verstrichen. An den meisten Stellen hat die Prozedur geholfen. Zu voluminös war der Baustein real erst recht. Den 2. davon würde ich nicht drucken.

Nach dem Abendessen fand ich das hier. Ein Brückenadapter von Lego Duplo auf die Brio Holzschienen. Das war klein, modular und würde überaus praktisch sein, denn die Holzbrücken sind immer so kippelig. Aber mit Brückenpfeilern aus Lego würde es halten.

Wagemutig positionierte ich gleich 4 verschiedene Modelle im Bauraum. Bei 0,2mm würde das, ... 5h dauern. Bis zum zu Bett gehen wäre das zu viel. Und bisher gab es genug Probleme um den Drucker nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Ich wählte die notwendigen 2 und speicherte sie auf der Micro-SD Karte.

Der Drucker kann per Repetierhost über WLAN betrieben werden. Dabei hatte ich immer wieder Verbindungsabbrüche. Über USB war es besser. Aber dann wäre ich an den Schreibtisch gekettet. Etwas Abstand ist schon gut. Das Drucken per Micro-SD Karte war dann doch das zuverlässigste. Über WLAN bekomme ich eine rudimentäre Steueroberfläche, bei der ich Temperaturen und Position regeln kann. Das ist schon praktisch, um später den Druck anhalten und den Druckkopf wegfahren zu können.

Ich wollte nicht zu lange wach bleiben, also schaltete ich schnell den Drucker an und startete den Auftrag.

Eine halbe Stunde später, sah ich das der Boden des einen Teils etwas verbogen war. Ich hatte in Nutzerberichten gelesen, dass sich das Druckbett beim einschalten verzieht, aber nach 5min wäre alles wieder gerade. Hätte ich mal darauf gehört.

Nach 1,5h löste sich das Teil mit dem verbogenen Fuß vom Druckbett und der blinde Druckkopf pumpt das Plaste in die Luft.

Ich habe dann den Druck gestopt und den Schaden weggeräumt. Wenigstens musste ich mir keine Gedanken mehr über den fehlerhaft gedruckten Überhang mehr machen.

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Es ist Rapid Prototyping. Mit viel Übung mit 3D Druck und Kenntnis über das Filament und den Drucker kann man in kurzer Zeit gegenüber klassischen Verfahren Prototypen herstellen. Aber für den hausgebrauch ist das nichts. Mit der Einfarbigkeit könnte ich leben. Selbst mit der Tatsäche, dass ich meine Wohnung mit Plastik anreichere, könnte ich leben. Immerhin will ich nur das Drucken, was ich auch brauche. Und das ist deutlich weniger, als der übliche tägliche Abfall. Aber die Ausschussrate ist zu hoch. Manche Teile funktionieren vom Modell her nicht. Andere sind mies gedruckt.

Ich habe am gesamten heutigen Tag Gleise gedruckt, die ich bei Amazon für 10€ kaufen könnte. So macht das keinen Spaß.

Ich kann mir Vorstellen, das es neben industriellen Anwendungen auch Druckshops geben wird, die bessere Drucker, eine große Auswahl an Filament und viel Erfahrung haben. Dort kann ich mein Modell bestellen und nach 1-2 Tagen abholen. Für die Stadt ist das die beste Lösung. Der Drucker auf dem eigenen Schreibtisch lohnt sich nur, wenn es keinen Profi im Ort gibt.


Matthias Hermsdorf postete am 2018-06-01 18:29 in grün, Sommer
Abendwiese

So beruhigend...


Matthias Hermsdorf postete am 2018-05-30 20:16 in Reisebericht
Eine Sternkarte von 1500

Wir sind schon ein paar Tage zurück und ich kann sagen, dass es schön war. Die Uffizien sind groß und sehr spezialisiert auf Büsten und Marienbilder.

Das Bild oben habe ich im Gallilei Museum gemacht. Es ist wie der Mathematisch Technische Salon von Dresden in groß. Um 1500 schrieb ein Angestellter seinem Stadtherren das man doch jetzt eine Ausstellung von Rüstungen habe. Da könnte man doch auch die ganzen technischen Geräten ausstellen. Das würde auch Touristen anziehen. Und Recht hatte er.

Am interessantesten war aber das Da Vinci Museum. Dort gab es funktionierende Modelle, VR Demos und eine beeindruckende Videoinstallation in einer alten Kirche.

Bildinfo: Das Bild zeigt eine Sternkarte aus Bronze. Man kann Datum und Uhrzeit einstellen und bekommt die Position von ein paar markanten Sternen an den Enden von gebogenen Spitzen angezeigt, kaum anders als heute erhältliche Sternkarten für den Astronomieunterricht. Das Instrument ist für den Breitengrad von Florenz ausgelegt.


Matthias Hermsdorf postete am 2018-05-23 22:05 in
Es gibt keine Graffitis in Florenz

Die Wände und Türen der Häuser haben die Patina der Jahrhunderte. Aber kein einziges Graffiti verunstaltet* die Häuser.

  • Graffitis können gut aussehen. Ich meine hier aber die einfache hässlichen Tags, mit denen rücksichtslos Schönheit zerstört wird.
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