Kernfusion könnte gefährlich werden

Vor kurzem habe ich mir Alternativlos 36 angehört, bei dem Frank und Fefe beim Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald und dort mit Leuten vom Institut über Plasmaphysik, Kernfusion und den Versuchsreaktor Wendelstein 7X gesprochen haben.

Der Podcast war sehr interessant. Ich finde es herausragend, was und wie dort gebaut wird. Und doch fürchte ich die Anfänge des Erfolgs.

Es ist eine ziemlich große Demonstrationsmaschine, die zeigen soll, das eine kontinuierliche Kernfusion über 30min machbar ist. Und wenn alles gelingt, kann eine 10x so große Maschine gebaut werden, die dann tatsächlich mehr Energie abgibt als sie aufnimmt. Das klingt nach einem Plan.

Aber am Ende ist das Gerät auch nur eine große Dampfmaschine, die vorrangig Wärme im Gigawattbereich abgibt. Und die kann zum Teil in elektrischen Strom umgewandelt werden. Damit spielt der Fusionsreaktor in der selben Liga wie Kernspaltungskraftwerke oder auch Kohlkraftwerke.

Zu dem 1/3 Strom kommen 2/3 Wärme, die abgeführt werden müssen. Kernkraftwerke heizen Flüsse. Kohlekraftwerke heizen die Athmosphäre. Sie öffnen riesige Energiespeicher, die besser verschlossen bleiben sollten.

Es besteht noch die Chance, das eines Tages aus der Kernfusion deutlich effizienter elektrische Energie gewonnen wird. Dann könnte man die Dose der Pandora wieder ein Stück weit schließen und dem System Energie entziehen und einlagern.

Bis dahin befürchte ich, das mit Kernfusion auch nur Erderwärmung verursacht.

Gaskraftwerke sind auch nicht gerade toll, aber sie lassen sich schnell hoch- und runterfahren und spielen damit besser mit Wind- und Sonne zusammen.